Tahiti, Gesellschaftsinseln
Selbst ein so ernster und wortkarger Mensch wie
Kapitän Cook musste sich unsterblich in Tahiti
verlieben. Als Cook und der Botaniker Joseph
Banks 1769 in Matavai Bay an Land gingen,
betraten sie ein unberührtes Paradies. Doch erst
die mitreißenden Berichte des französischen
Forschers Compte de Bougainville haben das
Image Tahitis als sinnliches Naturparadies
geprägt und eine Heerschar von Schriftstellern
und Künstlern wie Paul Gauguin oder Robert
Louis Stevenson angezogen. Mit ihren 1000
Quadratkilometern Fläche und vom Meer fast
halbiert ist Tahiti gesäumt von endlos langen
Stränden aus weißem und schwarzem Sand.
Durch die üppigen Wälder ihrer Berge schimmern
Wasserfälle, und ein heiliger See beherbergt die
Geister der polynesischen Götter.
Huahine, Gesellschaftsinseln
Als gemütlicher Hafen für Surfer, Aussteiger
und alle, die das Reisen fernab ausgetretener
Pfade lieben, zeigt Huahine noch viel vom
ursprünglichen Leben der Gesellschaftsinseln.
Hier wird noch überwiegend Tahitianisch
und kaum Französisch gesprochen, und die
zahlreichen archäologischen Grabungsstätten
der Insel sind ein faszinierendes Fenster in die
Vergangenheit. In den heiligen, Stonehenge
ähnelnden Maraes erinnern gigantische
grabsteinähnliche Felsblöcke daran, dass vor
nicht allzu langer Zeit Menschenopfer noch
ein Bestandteil des religiösen Brauchtums
Polynesiens waren. Und in der Nähe der Siedlung
Faie schauen blauäugige Aale von fast 2 Metern
Länge aus dem wirbelnden Wasser der Lagune.
Raiatea, Gesellschaftsinseln
Wenn man die von Dschungel bewachsenen
Ufer des Faaroa-Flusses erklimmt, könnte man
meinen, in vor-europäische Zeiten zurückversetzt
zu sein. Beim Aufstieg auf den Mt. Temehani
entdecken Sie die heilige Tiare Apetahi Blume,
die es nur auf Raiatea gibt. Ein Spaziergang
durch den heiligen Marae Taputapuatea Bezirk
führt Sie zu dem Ort, von dem aus die frühen Polynesier in ihren Auslegerbooten aufbrachen,
um die Weiten des Pazifiks zu erschließen – von
Neuseeland über Hawaii bis zu den Osterinseln.
Raiatea ist außerdem der Geburtsort des
legendären Gottes Hiro, des Stammvaters der
Polynesier. Das Holz des Hibiscusbaums, auch
purau genannt, wird seit urewigen Zeiten für die
Ausleger der polynesischen Proas verwendet.
Tahaa, Gesellschaftsinseln
Nur einen Steinwurf entfernt von Raiatea liegt
die Insel Taha’a. Hier findet man nicht viel mehr
als ein paar Vanilleplantagen und Perlenfarmen
- wunderbar ruhige Erinnerungen an das
ursprüngliche Inselleben. In dem Fischerdorf mit
dem lieblichen Namen Patio nehmen Sie eines
der Boote und besuchen eine der Perlenfarmen,
wo Ihnen gezeigt wird, wie Perlenaustern kultiviert
werden, oder Sie genießen einen Nachmittag
und aalen Sie sich im Schatten einer Palme
auf einem der winzigen Motus, die die Lagune
umsäumen. Und der Sonnenuntergang über
dem in der Ferne sichtbaren Bora Bora ist Grund
genug, die Kamera dabei zu haben.
Bora Bora, Gesellschaftsinseln Selbst wer noch nie dort war, erkennt den
kantigen Gipfel des Mt. Otemanu auf Bora Bora.
Hier war James Michener als junger Marineoffizier
stationiert, was ihn später zu seinen Tales
of the South Pacific inspirierte. In den vom
Dschungel überzogenen Berghängen finden Sie
noch viele Überreste alter Gefechtsstationen
aus dem Zweiten Weltkrieg. Später stillen Sie
Ihren Durst in der Bar Bloody Mary’s. Vor der
Entdeckung durch die Europäer war Bora Bora
der Ausgangspunkt wilder Kriegszüge zu den
Nachbarinseln. Heute jedoch ist die friedvolle
Lagune ein beliebtes Paradies für Schnorchler,
die harmlose Schwarzspitzen-Riffhaie von Hand
füttern können. |
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Moorea, Gesellschaftsinseln
Heiß beliebt bei Seglern ist Mooreas
atemberaubende Schönheit, die Vision des
Garten Eden. Sie ist das Vorbild für Micheners
Sehnsuchtsinsel Bali Hai. Die Star Flyer ankert
hier vor Cooks’s Bay und Opunahu Bay.
So haben Sie zweifach Gelegenheit, jeden
grandiosen Blick über diese spektakuläre Insel
auszukosten. Machen Sie eine Fahrt in einem
Allradfahrzeug zum alten Kellum Stop Estate
und zur Spitze des Belvedere, wo Ihr
polynesischer Reiseführer zur Erfrischung
frisches Obst direkt vom Baum pflückt,
während Sie sich in diesem überwältigenden
Panorama einen Drink genehmigen.
Tuamotu:
Fakarava, Tuamotu Mehr als 250 km entfernt vom hektischen
Papeete und ganz anders als die
Gesellschaftsinseln mit ihren vulkanischen
Bergkegeln, besteht das entlegene Tuamotu aus
tief liegenden Korallen-Atolls, die als mit Palmen
besetzte Kreise verstreut in der ruhigen See
liegen - nur selten besucht von Touristen oder
Kreuzfahrtschiffen. Glück für Sie! Denn dies ist
ein Nirvana der Naturalisten und ein traumhafter
Tauchgrund. In der Fakarava Lagune eröffnet
der 150 Fuß breite Garuae-Pass wunderbare
Begegnungen mit Delphinschulen, Rochen,
Haien, Regenbögen von Rifffischen. Eine alte
katholische Missionsstation aus der Zeit um
1850 wacht über Fakaravas 250 Einwohner,
welche überwiegend von der Perlenzucht leben.
Tuamotu: Tiputa, Rangiroa
Das Dorf Tiputa mit dem bezaubernden
Ambiente einer ehemaligen französischen
Kolonialstadt erinnert an glorreiche Zeiten.
Doch seine Hauptattraktionen liegen nicht
an Land, sondern im Meer. Rangiroa, die
zweitgrößte Lagune der Welt, ist das Zentrum
der polynesischen Perlenzucht. Hier findet man
die buntschalige Auster pinctade margaritifera,
die schimmernde schwarze Perlen von
beachtlicher Größe produziert. In einer der
örtlichen Perlenfarmen wird Ihnen gezeigt, wie
die über die ganze Lagune verstreuten Austern
mit winzigen „Samen“ beimpft werden, aus
denen später die legendären Südseeperlen
entstehen. Und mit der Strömung tauchen
oder schnorcheln Sie mühelos durch das
paradiesische Pelagial des zerklüfteten Tiputa
Passes.
Lagune von Rangiroa
Die Lagune von Rangiroa ist mit ihren knapp
1000 Quadratkilometern Fläche so groß,
dass man von einem Ende nicht das andere
Ende sehen kann. Nach einer gemütlichen
Fahrt ausgehend von Tiputa wird die Star
Flyer für einen Nachmittag und eine Nacht im
abgelegenen und selten besuchten südöstlichen
Teil der Lagune vor Anker gehen. Hier können
Sie eine Geisterstadt auf einem verlassenen
Motu besichtigen, an die nur noch die einsame
Spitze des Kirchturms einer winzigen Kirche
erinnert. In Sables Roses baden Sie wortwörtlich
in Rosa, wenn Sie Ihre Zehen in den leuchtenden
Korallensand bohren – eine rosa Brille benötigen
Sie hierzu nicht. |